Häufige Fragen zu Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement und Konfliktprävention
Auf dieser Seite beantworten Dr. Thomas Kapitza und Patricia Kapitza (Kapitza Konfliktmanagement) die Fragen, die uns im Zusammenhang mit Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement, Konfliktprävention und konfliktbedingten Belastungen am häufigsten gestellt werden. Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, sprechen Sie uns gerne direkt an.
Stand: 10-2026
Kapitza Konfliktmanagement auf einen Blick
Wer ist Kapitza Konfliktmanagement?
Kapitza Konfliktmanagement ist das gemeinsame Angebot von Dr. Thomas Kapitza und Patricia Kapitza für Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement und Konfliktprävention. Beide sind als Wirtschaftsmediator bzw. Wirtschaftsmediatorin (IHK) tätig und führen Mediationen nach den Vorgaben des deutschen Mediationsgesetzes (MediationsG) durch – auf Wunsch einzeln oder gemeinsam als Mediatorenteam. Beide sind im Mediatoren-Pool der IHK München und Oberbayern gelistet. Mediationen führen wir in deutscher und englischer Sprache durch.
Wir begleiten Unternehmen, Organisationen, Institutionen, Verbände, Stiftungen und Vereine sowie Beteiligte bei Konflikten mit wirtschaftlichem Hintergrund. Besondere Sektorkenntnisse bringen wir aus dem Gesundheitssektor, dem Bildungssektor, dem Naturschutz und der Nachhaltigkeit sowie aus dem persönlichen Gesundheits- und Stressmanagement mit. Unsere Mediationen führen wir an einem neutralen, gut erreichbaren Ort durch, zum Beispiel in Räumlichkeiten der IHK München in der Münchner Innenstadt, und auf Wunsch auch online. Kapitza Konfliktmanagement ist erreichbar c/o Sachverständigenbüro Dr. Kapitza.
Welche Leistungen bieten Sie an?
Unser Angebot umfasst vier miteinander verbundene Bereiche: Erstens führen wir Wirtschaftsmediationen durch, also strukturierte, vertrauliche und außergerichtliche Verfahren zur einvernehmlichen Konfliktlösung. Zweitens unterstützen wir im Konfliktmanagement – auch bereits bevor ein Konflikt in ein formales Mediationsverfahren eintritt, etwa durch Konfliktanalyse, Klärungsgespräche oder die Beratung von Führungskräften. Drittens arbeiten wir präventiv und schulen Führungspersonen und Mitarbeitende in Methoden der Wertschätzung, der Interessenklärung und der Streitklärung. Viertens berücksichtigen wir die Belastungen, die Konflikte verursachen: die körperlichen und mentalen Belastungen der Beteiligten ebenso wie die wirtschaftlichen Konfliktkosten und mögliche Reputationsrisiken.
Für wen ist Kapitza Konfliktmanagement die richtige Ansprechpartnerin?
Wir sind Ansprechpartner für Geschäftsführungen, Inhaberinnen und Inhaber, Gesellschafter, Personalverantwortliche, Führungskräfte und Teams, für Vorstände von Verbänden, Stiftungen und Vereinen sowie für Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungswesen. Auch Privatpersonen wenden sich an uns, wenn ein Konflikt einen wirtschaftlichen Hintergrund hat – zum Beispiel bei einer Unternehmensnachfolge oder einer Erbauseinandersetzung. Unser Tätigkeitsschwerpunkt liegt in Deutschland; Dr. Thomas Kapitza ist zusätzlich in der Schweiz als Mediator akkreditiert.
Grundlagen der Wirtschaftsmediation
Was ist Wirtschaftsmediation?
Wirtschaftsmediation ist ein bewährtes Verfahren für den lösungsorientierten Umgang mit Streitigkeiten, das die wirtschaftlichen Aspekte eines Konflikts ausdrücklich einbezieht. Das Mediationsgesetz beschreibt Mediation als vertrauliches und strukturiertes Verfahren, in dem die Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben (§ 1 Abs. 1 MediationsG).
Die Mediatorin oder der Mediator ist dabei eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis. Wir entscheiden also nicht über Ihren Konflikt, sondern führen die Beteiligten so durch das Verfahren, dass sie selbst tragfähige und nachhaltig stabile Lösungen erarbeiten können.
Wann ist eine Wirtschaftsmediation sinnvoll?
Eine Wirtschaftsmediation ist sinnvoll, wenn eine schnelle, diskrete und tragfähige Einigung einem möglicherweise langwierigen Rechtsstreit vorgezogen wird. Das gilt besonders dann, wenn Geschäfts- oder Arbeitsbeziehungen fortbestehen sollen, wenn mehrere Themen und Interessen miteinander verknüpft sind, wenn der Konflikt vertraulich bleiben soll oder wenn eine gerichtliche Entscheidung die eigentlichen Anliegen der Beteiligten nicht erfassen würde.
Typische Beispiele sind innerbetriebliche Konflikte zwischen Führungskräften, Teams oder Abteilungen, Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern, Konflikte in Kooperationen und Lieferbeziehungen sowie Unternehmensnachfolgen.
Wann ist eine Mediation eher nicht geeignet?
Mediation setzt voraus, dass alle Beteiligten grundsätzlich bereit sind, sich auf ein gemeinsames Gespräch und einen gemeinsamen Konfliktlösungsprozess einzulassen. Weniger geeignet ist sie, wenn eine Partei ausdrücklich eine gerichtliche Grundsatzentscheidung wünscht, wenn wesentliche Beteiligte eine Teilnahme ablehnen oder wenn eine akute Gefährdung von Personen vorliegt.
Ob eine Mediation im konkreten Fall passt, klären wir offen im unverbindlichen Erstgespräch. Wenn ein anderes Vorgehen besser geeignet erscheint – etwa eine Moderation, ein Klärungsgespräch, ein Coaching oder eine rechtliche Beratung durch Dritte –, sagen wir Ihnen das.
Worin unterscheidet sich Mediation von Gerichtsverfahren, Schlichtung und Schiedsverfahren?
Der wesentliche Unterschied liegt darin, wer über die Lösung entscheidet. Im Gerichtsverfahren entscheidet ein Gericht, im Schiedsverfahren ein Schiedsgericht verbindlich über den Streit. In einer Schlichtung unterbreitet die schlichtende Person in der Regel einen eigenen Lösungsvorschlag.
In der Mediation dagegen bleibt die Entscheidung vollständig bei den Beteiligten. Die Mediatoren strukturieren das Gespräch, sorgen für einen fairen Rahmen und unterstützen dabei, hinter den Positionen die eigentlichen Interessen sichtbar zu machen. Dadurch entstehen häufig Lösungen, die über ein reines „Recht haben“ hinausgehen und die Zusammenarbeit für die Zukunft ermöglichen.
Ist die Teilnahme an einer Mediation freiwillig?
Ja. Freiwilligkeit ist ein Grundprinzip der Mediation. Die Beteiligten können die Mediation jederzeit beenden. Auch wir als Mediatoren können ein Verfahren beenden, wenn eine eigenverantwortliche Kommunikation oder Einigung nicht zu erwarten ist.
Bei innerbetrieblichen Konflikten kommt es vor, dass die Initiative von der Unternehmensleitung ausgeht. Auch dann achten wir darauf, dass die Beteiligten die Chancen des Verfahrens kennen und sich aus eigener Überzeugung darauf einlassen – denn nur so entstehen tragfähige Ergebnisse.
Wie vertraulich ist eine Mediation?
Vertraulichkeit ist ein Kernelement unserer Arbeit. Nach § 4 MediationsG sind Mediatoren und die in die Durchführung eingebundenen Personen zur Verschwiegenheit über alles verpflichtet, was ihnen in Ausübung ihrer Tätigkeit bekannt geworden ist. Das Gesetz sieht wenige Ausnahmen vor, zum Beispiel wenn die Offenlegung zur Umsetzung der erzielten Vereinbarung erforderlich ist oder um eine schwerwiegende Gefährdung einer Person abzuwenden. Über den Umfang der Verschwiegenheit informieren wir Sie zu Beginn.
Darüber hinaus können die Beteiligten untereinander vereinbaren, wie mit Informationen aus der Mediation umgegangen wird. Diese Vereinbarung halten wir im Rahmen des Verfahrens schriftlich fest.
Ist das Ergebnis einer Mediation verbindlich?
Das Ergebnis wird verbindlich, wenn die Beteiligten es in einer schriftlichen Abschlussvereinbarung festhalten und diese unterzeichnen. Wir unterstützen dabei, die Vereinbarung klar, vollständig und umsetzbar zu formulieren.
Je nach Inhalt kann es sinnvoll sein, die Vereinbarung vor der Unterzeichnung von eigenen Rechtsberatern prüfen zu lassen oder sie – etwa unter Einbeziehung von Rechtsanwälten oder eines Notars – in eine vollstreckbare Form zu bringen. Auf diese Möglichkeit weisen wir ausdrücklich hin.
Brauche ich für die Mediation einen Rechtsanwalt?
Nein, eine anwaltliche Vertretung ist für die Teilnahme nicht vorgeschrieben. Wichtig ist jedoch: Als Mediatoren erbringen wir keine Rechtsberatung und treffen weder allgemein noch zugunsten einer Seite rechtliche Bewertungen. Die Beteiligten können ihre Rechtsanwälte oder andere Beraterinnen und Berater jederzeit einbeziehen – vorbereitend, begleitend oder zur Prüfung der Abschlussvereinbarung.
Beteiligte, die ohne fachliche Beratung an der Mediation teilnehmen, weisen wir gemäß Mediationsgesetz darauf hin, dass sie eine Vereinbarung bei Bedarf durch externe Berater überprüfen lassen können.
Was passiert, wenn in der Mediation keine Einigung gelingt?
Dann bleiben Ihnen alle anderen Wege offen, einschließlich eines Gerichtsverfahrens. Eine Mediation schließt spätere rechtliche Schritte nicht aus. Häufig haben die Beteiligten auch ohne vollständige Einigung Teilergebnisse erreicht oder die Streitpunkte so weit geklärt, dass sich ein nachfolgendes Verfahren deutlich fokussierter führen lässt.
Fragen zu Fristen und Verjährung im Zusammenhang mit einer Mediation klären Sie bitte mit Ihrer rechtlichen Beratung.
Unser Leistungsangebot
Bei welchen Konflikten unterstützen Sie die Lösungsfindung?
Wir mediieren und beraten insbesondere bei innerbetrieblichen Konflikten zwischen Mitarbeitenden, Teams, Abteilungen und Führungsebenen, bei Streitigkeiten auf der Eigentümer- und Gesellschafterebene von Unternehmen sowie bei Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen, Organisationen, Verbänden, Institutionen, Stiftungen und Vereinen.
Hinzu kommen Konflikte zwischen den Generationen, etwa in Familienunternehmen, sowie weitere Konflikte mit wirtschaftlichem Hintergrund wie Unternehmensnachfolgen und Erbstreitigkeiten. Aufgrund unserer Sektorkenntnisse begleiten wir besonders häufig Konflikte im Gesundheitssektor, im Bildungssektor und im Umfeld von Naturschutz und Nachhaltigkeit.
Können Sie auch tätig werden, bevor es zu einer formalen Mediation kommt?
Ja. Viele Konflikte lassen sich wirksamer bearbeiten, wenn frühzeitig gehandelt wird – bevor sich Positionen verhärten und bevor ein formales Verfahren notwendig wird. Wir können daher auch „vorgelagert“ eingesetzt werden: für eine vertrauliche Konfliktanalyse, für Einzel- und Klärungsgespräche, für die Beratung von Führungskräften im Umgang mit einem Konflikt in ihrem Verantwortungsbereich oder für moderierte Gespräche zwischen Beteiligten.
Am Ende einer solchen Klärungsphase steht eine gemeinsame Einschätzung, welcher Weg sinnvoll ist: Manchmal genügt ein gut vorbereitetes Gespräch, manchmal ist eine Mediation der geeignete nächste Schritt.
Was ist der Unterschied zwischen Konfliktmanagement und Mediation?
Mediation ist ein klar strukturiertes Verfahren zur Lösung eines konkreten Konflikts zwischen bestimmten Beteiligten. Konfliktmanagement ist der umfassendere Begriff: Es beschreibt alle Maßnahmen, mit denen eine Organisation Konflikte erkennt, frühzeitig anspricht, bearbeitet und künftig vorbeugt.
Dazu gehören zum Beispiel klare Ansprechpersonen und Abläufe für Konfliktfälle, die Konfliktkompetenz von Führungskräften, eine wertschätzende Gesprächskultur und die Einbindung externer Unterstützung, wenn sie gebraucht wird. Wir unterstützen Organisationen sowohl bei einzelnen Konflikten als auch beim Aufbau solcher Strukturen.
Was bieten Sie im Bereich Konfliktprävention an?
In der Konfliktprävention vermitteln wir praxiserprobte Methoden, mit denen Konflikte frühzeitig erkannt und konstruktiv angesprochen werden können. Schwerpunkte sind Wertschätzung im Arbeitsalltag, die Klärung von Interessen hinter festgefahrenen Positionen und strukturierte Wege der Streitklärung.
Ziel ist, dass Führungskräfte und Teams Spannungen selbst früher und sicherer bearbeiten können. Das stärkt das Betriebsklima, entlastet die Beteiligten und kann helfen, spätere, aufwendigere Konfliktlösungen zu vermeiden.
Schulen Sie Führungskräfte und Mitarbeitende?
Ja. Wir bieten Schulungen, Workshops und Trainings für Führungspersonen und Mitarbeitende in Unternehmen und Organisationen an. Inhalte sind unter anderem das Erkennen von Konfliktsignalen, Gesprächsführung in schwierigen Situationen, wertschätzende Kommunikation, Interessenklärung, der Umgang mit Stress und Belastung in Konfliktlagen sowie die Rolle von Führungskräften im innerbetrieblichen Konfliktmanagement.
Wir bieten drei Formate an: Executive Trainings für Führungskräfte in kompakten Zeitblöcken von 1,5 bis 3 Stunden, Workshops als Halbtages- oder Ganztagesveranstaltung sowie innerbetriebliche Schulungen, die wir nach Möglichkeit gerne in den Räumlichkeiten des beauftragenden Unternehmens bzw. der beauftragenden Organisation durchführen. Inhalte und Schwerpunkte stimmen wir jeweils auf Ihre Organisation ab.
Welche Rolle spielen körperliche und mentale Belastungen in Konflikten?
Anhaltende Konflikte wirken nicht nur auf die Zusammenarbeit, sondern auch auf die Menschen: Sie können Stress, Erschöpfung, Schlafprobleme und einen Rückgang von Motivation und Leistungsfähigkeit begünstigen. Patricia Kapitza bringt als zertifizierte Stress- und Burnout-Trainerin fundierte Erfahrung im Umgang mit solchen Belastungen mit.
Wir berücksichtigen diese Seite von Konflikten bewusst – in der Prozessgestaltung einer Mediation ebenso wie in begleitenden, gesundheitsorientierten Angeboten zum Stress- und Burnout-Management für Beteiligte und Teams. Eine Mediation ersetzt dabei keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung; wo diese angezeigt ist, weisen wir darauf hin.
Was kosten Konflikte ein Unternehmen – und wie gehen Sie mit Konfliktkosten um?
Konflikte verursachen Kosten, die oft unterschätzt werden, weil sie selten in einer Bilanzposition sichtbar sind. Dazu zählen zum Beispiel gebundene Arbeitszeit von Führungskräften, sinkende Produktivität, Fehlzeiten, Fluktuation und Neubesetzungen, gescheiterte Projekte sowie Rechts- und Verfahrenskosten. Hinzu kommen mögliche Reputationsschäden gegenüber Kunden, Partnern, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit.
Dr. Thomas Kapitza bringt als Diplom-Kaufmann und Sachverständiger betriebswirtschaftliche Expertise mit, um die ökonomischen und reputationsbezogenen Folgen eines Konflikts nachvollziehbar einzuschätzen. Das schafft für Entscheiderinnen und Entscheider eine sachliche Grundlage für die Frage, welcher Aufwand zur Konfliktlösung angemessen ist.
Mediieren Sie einzeln oder als Team?
Beides ist möglich. Dr. Thomas Kapitza und Patricia Kapitza sind jeweils eigenständig als Wirtschaftsmediatoren tätig und mediieren auf Wunsch auch gemeinsam als Mediatorenteam (Co-Mediation). Das Mediationsgesetz sieht ausdrücklich vor, dass eine Mediation mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren durchgeführt werden kann.
Eine Co-Mediation kann besonders hilfreich sein bei mehreren Beteiligten, bei emotional stark belasteten oder komplexen Konflikten und wenn unterschiedliche Perspektiven und Sektorkenntnisse – etwa betriebswirtschaftliche und gesundheitsbezogene – zusammenkommen sollen. Auch im Team sind beide Mediatoren stets allen Beteiligten gleichermaßen verpflichtet. Welche Konstellation passt, besprechen wir mit Ihnen im Vorgespräch.
Sektorkompetenz und Erfahrung
Warum ist Branchenkenntnis in der Mediation hilfreich – gefährdet sie nicht die Neutralität?
Grundlage jeder Mediation ist die Prozesskompetenz der Mediatoren; Branchenkenntnis ersetzt sie nicht, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Wer die Strukturen, Rahmenbedingungen und die Fachsprache eines Sektors kennt, versteht Zusammenhänge schneller, stellt präzisere Fragen und kann besser erkennen, ob eine Vereinbarung in der Praxis umsetzbar ist. Das kann Zeit sparen und das Vertrauen der Beteiligten stärken.
Unsere Neutralität und Allparteilichkeit bleiben davon unberührt: Wir geben keine inhaltlichen Lösungen vor, und wir legen – wie es das Mediationsgesetz verlangt – alle Umstände offen, die unsere Unabhängigkeit berühren könnten, etwa frühere Kontakte zu einer der Parteien.
Welche Erfahrung haben Sie im Gesundheitssektor?
Dr. Thomas Kapitza verfügt über langjährige Erfahrung im Gesundheitssektor. Er ist Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Gesundheitswesen, Medizinethiker (Universität Zürich), öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (IHK München und Oberbayern) sowie personenzertifizierter Sachverständiger unter anderem für die Wirtschaftlichkeitsermittlung des Betriebes von Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen. Als Unternehmensberater arbeitet er für Einrichtungen und Institutionen des Gesundheitswesens.
In der Mediation hilft diese Erfahrung bei Konflikten in Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Praxen und Pflegeeinrichtungen, zwischen Berufsgruppen und Hierarchieebenen, bei Kooperations- und Gesellschafterstreitigkeiten sowie bei Konflikten mit ethischer Dimension, etwa rund um Ressourcen, Verantwortung und Patientenversorgung.
Eignet sich Mediation im Gesundheitssektor für Gesellschafterstreitigkeiten in MVZ oder Praxen?
Ja. Mediation bietet einen vertraulichen Rahmen, um die weitere Zusammenarbeit oder eine geordnete Trennung zu gestalten. Rechtliche und steuerliche Fragen klären die Beteiligten mit ihren eigenen Beratern.
Wie gehen Sie bei Mediationen im Gesundheitssektor mit Schweigepflicht und Datenschutz um?
Als Mediatoren sind wir nach § 4 MediationsG zur Verschwiegenheit verpflichtet. Patientenbezogene Daten sind für die Konfliktbearbeitung in der Regel nicht erforderlich; wo sie berührt werden könnten, achten wir gemeinsam mit den Beteiligten auf die Pflichten der Einrichtung.
Wie lassen sich bei Mediationen im Gesundheitssektor Termine mit Dienstplänen vereinbaren?
Wir stimmen Termine frühzeitig mit den Beteiligten ab. Sitzungen finden an einem neutralen, gut erreichbaren Ort, in Ihrer Einrichtung oder online statt.
Welche Erfahrung haben Sie im Bildungssektor?
Sowohl Dr. Thomas Kapitza als auch Patricia Kapitza sind im Bildungssektor erfahren. Dr. Thomas Kapitza ist unter anderem als Lehrbeauftragter an der Universität Zürich, als Dozent für Weiterbildungsträger und als Executive Trainer tätig; Patricia Kapitza arbeitet als Dozentin und bietet Workshops und Trainings.
Wir kennen daher die besonderen Konfliktfelder in Bildungseinrichtungen – etwa zwischen Leitung, Lehrenden und Verwaltung, in Kollegien und Teams oder zwischen Einrichtungen und ihren Trägern – und begleiten sie mit Verständnis für die dort geltenden Strukturen und Rollen.
Begleiten Sie auch Konflikte im Naturschutz und im Bereich Nachhaltigkeit?
Ja. Patricia Kapitza verfügt über Sektorkenntnisse in den Bereichen Naturschutz und Nachhaltigkeit (Sustainability). Sie ist Waldtherapeutin und befindet sich in der Ausbildung zur staatlich zertifizierten Waldpädagogin.
Konflikte in diesem Feld entstehen häufig dort, wo unterschiedliche Interessen, Werte und Nutzungsansprüche aufeinandertreffen – zum Beispiel in Naturschutzprojekten, zwischen Vereinen, Stiftungen, Unternehmen und öffentlichen Stellen oder bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen in Organisationen. Mediation bietet hier einen strukturierten Rahmen, in dem alle Beteiligten gehört werden.
Welche Kompetenz haben Sie im persönlichen Gesundheitsmanagement und Stressmanagement?
Patricia Kapitza ist zertifizierte Stress- und Burnout-Trainerin und bietet nachhaltige Gesundheitsbegleitung sowie Coaching für berufliche Lebensqualität an. Zusätzlich ist sie Heilpraktikerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG).
Im Kontext von Konflikten bedeutet das: Wir können Führungskräfte, Teams und einzelne Beteiligte dabei unterstützen, mit konfliktbedingten Belastungen gesünder umzugehen und ihre Handlungsfähigkeit zu stärken. Für Unternehmen lässt sich dies mit Maßnahmen der Konfliktprävention und des betrieblichen Gesundheitsmanagements verbinden.
Welche Berufs- und Lebenserfahrung bringen Sie mit?
Beide Mediatoren bringen umfangreiche und vielfältige Berufs- und Lebenserfahrung aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern mit – aus Unternehmensberatung, Sachverständigentätigkeit, Wissenschaft und Lehre, Training, Moderation und Gesundheitsbegleitung. Dr. Thomas Kapitza ist zudem seit 2002 als ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht München tätig.
Diese Erfahrung hilft uns, die Perspektiven sehr unterschiedlicher Beteiligter zu verstehen – von der Geschäftsführung bis zu den Mitarbeitenden, von Gesellschaftern bis zu Familienangehörigen – und ihnen mit Respekt und Einfühlungsvermögen zu begegnen.
Haben Sie Erfahrung mit interkulturellen Konflikten?
Ja. Beide Mediatoren verfügen über berufliche Auslandserfahrung und umfangreiche Kenntnisse anderer Kulturen, ihrer Sitten und Gebräuche. Dr. Thomas Kapitza war unter anderem in Dänemark, Frankreich, Indien, Indonesien, Jamaika, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Singapur, Spanien, Taiwan, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der VR China und Hongkong beruflich tätig; Patricia Kapitza in Österreich, der Schweiz, Singapur, Spanien, Taiwan sowie der VR China und Hongkong.
Kulturelle Unterschiede in Kommunikation, Hierarchieverständnis und Konfliktverhalten können Konflikte verstärken, wenn sie unerkannt bleiben. Wir achten darauf, sie sichtbar und besprechbar zu machen. Wir mediieren in deutscher und in englischer Sprache.
Qualifikation, Standards und Qualitätssicherung
Nach welchen Standards und Qualifikationen arbeiten Sie?
Wir führen unsere Wirtschaftsmediationen gemäß den Vorgaben des deutschen Mediationsgesetzes (MediationsG) durch. Unsere umfangreiche Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin bzw. zum Wirtschaftsmediator (IHK) erfolgte nach den Anforderungen des Mediationsgesetzes, das die Inhalte einer geeigneten Mediationsausbildung gesetzlich beschreibt – unter anderem Grundlagen und Ablauf der Mediation, Verhandlungs- und Kommunikationstechniken, Konfliktkompetenz, Recht der Mediation sowie praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision (§ 5 Abs. 1 MediationsG).
Dr. Thomas Kapitza und Patricia Kapitza sind beide im Mediatoren-Pool der IHK München und Oberbayern gelistet. Als Mediatoren arbeiten wir zudem nach den ethischen Grundsätzen des Bundesverbands MEDIATION e. V. und nach dem Europäischen Verhaltenskodex für Mediatoren. Regelmäßige Fortbildung ist für uns selbstverständlich.
Was bedeutet „Mediation nach dem Mediationsgesetz“ für mich als Auftraggeber oder Beteiligten?
Das Mediationsgesetz gibt Ihnen einen verlässlichen Rahmen. Es legt fest, dass Mediation freiwillig und vertraulich ist, dass die Beteiligten eigenverantwortlich entscheiden und dass die Mediatoren unabhängig, neutral und allen Parteien gleichermaßen verpflichtet sind. Mediatoren müssen Umstände offenlegen, die ihre Unabhängigkeit und Neutralität beeinträchtigen können, und dürfen in bestimmten Fällen – etwa wenn sie zuvor in derselben Sache für eine Partei tätig waren – nicht als Mediator tätig werden.
Zudem unterliegen Mediatoren einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht und müssen auf Wunsch über ihren fachlichen Hintergrund, ihre Ausbildung und ihre Erfahrung auf dem Gebiet der Mediation informieren. Diese Transparenz ist für uns selbstverständlich.
Wer ist Dr. Thomas Kapitza?
Dr. Thomas Kapitza ist Wirtschaftsmediator (IHK), in der Schweiz akkreditierter Mediator bei der Schweizer Kammer für Wirtschaftsmediation (SKWM) und gelistet bei der Swiss Arbitration Association (ASA). Er ist Diplom-Kaufmann (Univ.) mit Schwerpunkt Gesundheitswesen, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (IHK München und Oberbayern), personenzertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024) sowie Medizinethiker (Universität Zürich).
Er ist als selbstständiger Unternehmensberater, Executive Trainer und Organisationsentwickler tätig und bringt Sektorkompetenz im Gesundheits- und Bildungssektor sowie Expertise zu den ökonomischen und reputationsbezogenen Konfliktkosten mit. Weitere Informationen: www.thomaskapitza.de
Wer ist Patricia Kapitza?
Patricia Jeanne Kapitza ist Wirtschaftsmediatorin (IHK), zertifizierte Stress- und Burnout-Trainerin, zertifizierte Moderatorin sowie Dozentin für Workshops und Trainings. Sie bietet nachhaltige Gesundheitsbegleitung und Coaching für berufliche Lebensqualität an, ist als Beraterin für Fachprojekte im Gesundheitssektor tätig und ist Waldtherapeutin; derzeit absolviert sie die Ausbildung zur staatlich zertifizierten Waldpädagogin.
Ihre Sektorkompetenz umfasst den Bildungssektor, Naturschutz und Nachhaltigkeit sowie persönliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsbegleitung und Stressmanagement. In Konfliktverfahren bringt sie besonders die Perspektive der körperlichen und mentalen Konfliktbelastungen ein. Weitere Informationen ab November 2026 unter: www.patriciakapitza.de.
Sind Sie auch in der Schweiz und international tätig?
Ja. Dr. Thomas Kapitza ist zusätzlich in der Schweiz als Mediator bei der Schweizer Kammer für Wirtschaftsmediation (SKWM) akkreditiert und bei der Swiss Arbitration Association (ASA) gelistet. Dadurch können wir auch Konflikte mit Bezug zur Schweiz sowie grenzüberschreitende Konflikte im deutschsprachigen Raum begleiten.
Unsere internationale Berufserfahrung und unsere Kenntnisse anderer Kulturen helfen uns zudem bei Konflikten mit internationalen Beteiligten. Erreichbarkeit: Telefon Deutschland +49 (0)160 4408452, Telefon Schweiz +41 79 6723713.
Wo finde ich Sie außerhalb dieser Webseite?
Dr. Thomas Kapitza und Patricia Kapitza sind beide mit einem Profil auf LinkedIn vertreten; Patricia Kapitza zusätzlich auf der Expertenplattform BrainGuide. In weiteren sozialen Netzwerken sind wir bewusst nicht aktiv. Unsere Arbeit lebt von Vertraulichkeit und vom persönlichen Gespräch – deshalb freuen wir uns, wenn Sie direkt mit uns Kontakt aufnehmen.
Ablauf, Dauer und Kosten
Wie läuft eine Wirtschaftsmediation bei Ihnen ab?
Nach einem vertraulichen Erstkontakt klären wir in Vorgesprächen den Anlass, die Beteiligten und die Rahmenbedingungen. Anschließend halten wir die Vereinbarungen zum Verfahren im Mediatorenvertrag fest. In einer oder mehreren ausführlichen gemeinsamen Sitzungen bringen alle Beteiligten ihre Sicht ein. Wir sammeln gemeinsam die Themen, machen die dahinterliegenden Interessen und Bedürfnisse sichtbar, entwickeln Lösungsoptionen und unterstützen die Beteiligten dabei, diese zu bewerten und zu verhandeln.
Das Ergebnis halten wir verbindlich in einer Abschlussvereinbarung fest. Bei Bedarf vereinbaren wir einen späteren Termin, um die Umsetzung zu überprüfen. Die Teilnahme ist freiwillig, die Gespräche sind vertraulich.
Wie lange dauert eine Mediation?
Die Dauer hängt von der Zahl der Beteiligten, der Komplexität der Themen und der Dynamik des Konflikts ab. Manche Konflikte lassen sich in wenigen Sitzungen klären, andere erfordern mehrere Termine über einen längeren Zeitraum.
Im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren führt eine Mediation in vielen Fällen deutlich schneller zu einem Ergebnis, weil die Beteiligten das Tempo selbst mitbestimmen. Eine realistische Einschätzung für Ihren Fall geben wir Ihnen im Vorgespräch.
Was kostet eine Mediation im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren?
Unser Honorar für Mediationen berechnen wir vor allem nach Zeitaufwand auf Basis des Mediatorenvertrags. In der Regel ist eine Wirtschaftsmediation erheblich kostengünstiger und deutlich schneller als ein vergleichbares Gerichtsverfahren – insbesondere, wenn man neben Gerichts- und Anwaltskosten auch die indirekten Konfliktkosten wie gebundene Arbeitszeit, Belastungen und Reputationsrisiken berücksichtigt. Eine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis oder eine bestimmte Kostenersparnis kann es naturgemäß nicht geben.
Für Expertenprojekte, etwa zu Konfliktmanagement und Konfliktprävention, Organisationsentwicklung, Stress- und Burnout-Management, Betriebsklima und Unternehmenskultur oder Governance und Organisationswerten, vereinbaren wir die Vergütung nach Projektumfang, Aufgabenkomplexität und Projektdauer. Alle Rechnungen werden zuzüglich Nebenkosten und Umsatzsteuer gestellt.
Wer trägt die Kosten der Mediation?
Die Kostenverteilung wird vorab zwischen den Beteiligten vereinbart und im Mediatorenvertrag festgehalten. Bei Konflikten zwischen Unternehmen oder Gesellschaftern werden die Kosten häufig geteilt. Bei innerbetrieblichen Konflikten übernimmt in der Regel das Unternehmen bzw. die Organisation die Kosten, weil es ein eigenes Interesse an einer guten Zusammenarbeit hat.
Wo findet die Mediation statt – auch online?
Unsere Mediationen führen wir an einem neutralen und gut erreichbaren Ort durch, zum Beispiel in Räumlichkeiten der IHK München in der Münchner Innenstadt. Ein neutraler Ort unterstützt, dass sich alle Beteiligten gleichermaßen willkommen fühlen und keine Seite einen „Heimvorteil“ hat.
Wir führen auch Online-Mediationen durch. Sie sind besonders hilfreich, wenn Beteiligte an unterschiedlichen Orten tätig sind, wenn Reisezeiten vermieden werden sollen oder wenn Konflikte grenzüberschreitend bestehen. Welche Form im Einzelfall geeignet ist, besprechen wir mit Ihnen im kostenfreien Erstgespräch.
Wie nehme ich Kontakt auf und was passiert im Erstgespräch?
Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0)160 4408452 oder über das Kontaktformular auf unserer Startseite. Unsere Geschäftszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (außer an Feiertagen); Termine vereinbaren wir individuell.
Das Erstgespräch ist kostenfrei, unverbindlich und vertraulich. Wir hören zu, klären Ihre Fragen und schätzen gemeinsam mit Ihnen ein, ob eine Mediation, ein vorgelagertes Klärungsgespräch, eine Schulung oder ein anderes Vorgehen für Ihre Situation geeignet ist.
Was dürfen Sie von uns erwarten?
Sie dürfen von uns Vertrauenswürdigkeit, Diskretion, Neutralität, Einfühlungsvermögen, Lösungsorientierung, strukturierte Vorgehensweisen und Effizienz erwarten. Wir verbinden die gesetzlich geregelte Arbeitsweise der Mediation mit betriebswirtschaftlicher, gesundheitsbezogener und interkultureller Erfahrung.
Unser Anliegen ist es, dass Konflikte ihre belastende Wirkung verlieren und die Beteiligten wieder handlungsfähig werden: Entlastung, Klarheit und Raum für neues Wachstum.

